Damit unterscheidet sich die aerolution® (bestehend aus dem Gerät aeroman® professional und dem Testverfahren aeroscan) wesentlich von klinischen Geräten der Spiroergometrie. In einer klinischen Spiroergometrie werden die gemessenen Atemzüge für die klinische Auswertung zusammengefasst und gemittelt, um Sie auf die Zeit (meistens 30 Sekunden Abstände) oder die Last (Wattstufen oder Geschwindigkeit) zu beziehen.
Der aeroscan nutzt ein 30 Sekunden - Auswerteintervall am Ende einer Belastungsstufe. Im Sport sind zur Bewertung der Ausdauerleistung steady state Bedingungen wichtig, d. h. die Bedingungen nach Abschluss der Anpassungsvorgänge. Alle Atemzüge in der Anpassungsphase würden den Mittelwert verfälschen und gehen daher nicht in die Auswertung ein. Aus diesem Grund kann beim aeroscan auf die Maske verzichtet werden, da lediglich die Atemzüge am Ende der Stufe aufgezeichnet werden, die auch für die Auswertung benötigt werden. In einer wissenschaftlichen Arbeit (Köln, 2008) wurde aufgezeigt, dass ein 30 Sekunden Messintervall am Ende der Stufe exakt dieselben Ergebnisse liefert, wie eine kontinuierlich über 5 Minuten andauernde Messung. Auch die minimal kürzeste Stufendauer von 60 Sekunden wurde im Vergleich zu 5 Minuten Stufendauer mit identischen Ergebnissen bestätigt.
Ansätze, die indirekte Kalorimetrie zur Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung einzusetzen gibt es viele. Die Arbeiten von Jeukendrup, Achten und Frayn beschreiben die Grundsätze des Ansatzes der aerolution am besten.
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